Macht der Schule - Was macht die Schule?

Neulich habe ich eine sehr interessante Diskussion verfolgt. Es ging um die Anforderungen an die Schüler die ihnen in der Schule gestellt werden. Und die Mehrheit war der Meinung, dass die Kinder aufgrund der vielen Hausaufgaben zu wenig Freizeit haben. Man bedenke, wir reden von der zweiten Klasse VOLKSSCHULE! Da sich mein Sohn eher leicht tut und ich mir auch die Zeit nehmen kann, mich mit ihm Nachmittags hinzusetzten und mit ihm gemeinsam die Aufgaben zu machen bzw. ihn zu unterstützen, war es für mich bis Dato kein großes Thema. Aber diese Diskussion hat mich ins grübeln gebracht.

 

Ist denen, die Lehrpläne schreiben, auch klar was sie von unseren Kindern erwarten?

Und vor allem: WAS davon BRAUCHEN die Kinder im WIRKLICHEN Leben? Vielleicht ist manchmal weniger, mehr!

 

Erstens fängst es damit an, dass schon in der ersten Klasse ein Altersunterschied von 51 Wochen, also fast ein ganzes Jahr, zwischen den Kindern stehen kann. Bei Kindern in diesem Alter ist dieser Zeitraum immens! Kindergartenpädagoginnen können bestätigen welch großen Entwicklungsschritt Kinder z.B. alleine in den 2 Monaten Sommerferien oft machen. Noch dazu ist es so, dass jedes Kind sein eigenes Tempo zum lernen hat. Auch ein Unterschied im feinmotorischen Bereich zwischen Mädchen und Jungs ist da. In diesem Sinne ist die SCHULREIFE für mich schon mal ein erhebliches Thema über das man sich Gedanken machen sollte.

 

Jetzt möchte ich die Schule aus Sicht einer Mama schildern:

 

Ich finde es enorm wichtig, was für eine Einstellung Kinder gegenüber der Schule haben. Es war mir wichtig meinen Sohn von vornherein positiv auf die Schule vorzubereiten, indem ich ihm immer wieder freudig gesagt habe: Jetzt kommst du bald in die Schule, dann gehörst du schon zu den Großen. Du kannst dort Zeit mit deinen Freuden verbringen und ganz tolle Sachen lernen. Ich finde es eine Schande, dass man immer wieder noch hört: Wenn du in die Schule kommst dann beginnt der ERNST des Lebens! Dann musst du Hausaufgaben machen und es ist nix mehr mit spielen!

Das die Kinder da keine Freude an der Schule haben ist doch ganz klar!!

Ich habe meinem Sohn auch erklärt, dass es ein Privileg ist in die Schule gehen zu dürfen um etwas zu lernen. Sehr viele Kinder auf dieser Welt haben diese Möglichkeit nicht. Das sollte den Kindern auch bewusst gemacht werden.

Ich habe ihm auch von Anfang an gesagt, dass nicht die Noten das entscheidende für mich sind, sondern das er sein BESTES gibt. Lesen, Schreiben und die Grundrechnungsarten müssen sitzen. Alles andere ergibt sich mit den Interessen der Kinder. Das was sie gerne tun, können sie auch. Es spielt für Kinder auch eine enorm große Rolle ob sie mit einem Lehrer können oder nicht. Auch daraus lassen sich die Noten beeinflussen, was dann noch lange nicht heißt, ob und was das Kind kann.

 

Noten haben NICHTS mit den Talenten und der Begabung deines Kindes zu tun

 

Ich hatte in meiner 8 Schulstufe drei 5en im Halbjahreszeugnis. Sobald ich in die neunte kam hatte ich einen Ausgezeichneten Erfolg. Auch meine Lehrzeugnisse waren immer mit Auszeichnung, das letzte sogar mit ausschließlich Einsen! Die Zeugnisse meines Mannes waren erheblich schlechter ;0) und trotzdem ist er in seinem Leben bzw. Job sehr erfolgreich! Immerhin sitzen wir in einem wunderschönen Haus mit drei wundervollen Kindern. Wir können uns die Dinge leisten, die uns Freude bereiten und das aller wichtigste: WIR SIND GLÜCKLICH! Dafür hat es nicht lauter Einsen im Zeugnis gebraucht. Und ich bin absolut überzeugt davon, dass auch sehr viele ganz erfolgreiche Menschen, nicht die besten Zeugnisse in der Schule hatten. Wichtig ist, den Kindern alle Möglichkeiten der Ausbildungen offen zu lassen.

 

Das sagt mir einfach, wenn Kinder ein Ziel vor Augen haben, wofür sie lernen, lernen sie gerne und vor allem leicht! Und bei den Dingen, die ihnen nicht so leicht von der Hand gehen, steht dann das Ziel vor Augen, für das es sich lohnt Ehrgeizig zu sein.

 

Meiner Meinung nach fehlt den Kindern heut zu Tage die Zeit, in der es keine Termine und nichts zu lernen gibt. In der sie einfach ausgelassen SPIELEN können und das Leben erkunden dürfen. Auch Kindern darf einmal langweilig sein. Das gibt ihnen die Möglichkeit darüber nach zu denken, wofür sie sich interessieren und was sie gerne tun.

 

 

Wie kann ich mein Kind fit für die Schule machen?

 

Versuche jedes "WARUM" deines Kindes zu beantworten

Ich weiß, wie anstrengend das manchmal sein kann, jedoch, es lohnt sich!

 

Fördere die NEUGIERDE deines Kindes

Entdeckt zusammen die Welt. Seitdem ich Kinder habe, weiß ich VIEL mehr als vorher,

weil ich mit ihnen gemeinsam eine Antwort auf Fragen finde, die ich mir selbst zuvor nie gestellt hab.

 

LERNEN findet IMMER statt

Unsere Kinder sind wie ein leeres Buch in das man schreiben kann. Was darin stehen wird, liegt am Umfeld des Kindes.

Und je mehr Hausverstand ( Wie das Leben funktioniert ) dein Kind besitzt,

desto leichter wird es sich im Schulsystem und im wahren Leben, zurechtfinden.

 

Beantworte die Fragen deines Kindes nicht sofort

Lass es selbst darüber nachdenken. So förderst du dein Kind im eigenständigen Denken.

 

ERKLÄRE deinem Kind die Welt

Versuche deinem Kind die Welt so zu erklären, dass es sie versteht. Drücke dich nicht vor unangenehmen Themen.

Mach dir vorher Gedanken darüber, wie du es am besten angehst. Auch ein Kind will ERNST genommen werden.

Nimm dir dafür ZEIT und freue dich darüber, dass sich dein Kind für die Welt interessiert.

 

Kinder können VIEL MEHR als wir glauben!

Der größte Fehler der Erwachsenen ist, dass wir unsere Kinder unterschätzen!!!

Traue deinem Kind großartiges zu. Du wirst nicht glauben, was dein Kind alles kann!

 

Lerne deinem Kind EIGENVERANTWORTUNG

Lass es für sich selbst einstehen und auch die Fehler die es begeht, selbst wieder (mit deiner Unterstützung) in Ordnung zu bringen. Dein Kind lernt dabei, dass es SELBST für sein Handeln verantwortlich ist.

Wenn es z.B. seine Hausaufgaben nicht erledigen möchte, schick es mal ohne in die Schule.

 

MOTIVIERE dein Kind

Du schaffst es, du kannst es, du machst das schon!!!!

Unterstütze seine Stärken und fördere sie. Sag deinem Kind, dass es einzigartig ist und das du überzeugt davon bist,

dass es seinen Weg gehen wird. Egal was die Welt rundherum sagt.

Damit stärkst du sein Selbstvertrauen und das Glauben in sein eigenes KÖNNEN.

 

Vertrauen wir dem Lehrpersonal

Wir dürfen den Lehrern nicht ihre Kompetenz absprechen. Das demotiviert sie in ihrer Arbeit und sie können nicht mehr ihr Bestes geben. Sie handeln nach dem Lehrplan, der auch nicht immer in ihrem Interesse ist. Wir sollten darauf vertrauen, dass unsere Kinder bestmöglichst betreut werden und bei Problemen,

das Gespräch mit dem Lehrer suchen und mit ihm an einem Strang ziehen.

 

 Lassen wir nicht die Schule verantwortlich für die Zukunft unserer Kinder sein,

nehmen wir es selbst in die Hand!

 

Alles LIEBE, Marion


 

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Kommentare: 1
  • #1

    Vollzeitmama (Sonntag, 16 September 2018 08:06)

    Ein wirklich toller Artikel dem ich zu 100% zustimmen kann. Und Kompliment woe du die Dinge auf den Pubkt bringen kannst!