Abschied nehmen...

 

 

Dein PAPA ist TOT

 

...mit diesen Worten, trat ich auf die Terrasse, blickte auf's Meer.

Alles schien wie eingefroren.

Der Moment war so surreal.

Tausende Gedanken schossen mir gleichzeitig durch den Kopf, 

doch ich konnte keinen so richtig fassen.

 

Was mach ich jetzt?

Was tut man in so einer Situation?

Wie habe ich mich zu verhalten?

Muss ich jetzt nicht in Tränen ausbrechen?

Oder war es vielleicht doch nur ein Missverständnis?

Gibt es ein Missverständnis beim STERBEN?

Ist es doch die WAHRHEIT?

 

Ich musste mich am Geländer festhalten, da ich das Gefühl hatte,

der Boden unter meinen Füßen löst sich auf.

 

Und ich falle...

 

Dann kam der Gedanke vor dem ich am meisten ANGST hatte:

 

Ich muss meinen geliebten Kindern sagen, dass sie ihren Opa nie wieder umarmen werden,

nie wieder mit ihm reden werden, nie wieder mit ihm Traktor fahren können, nie wieder...

 

Dieses NIE WIEDER machte sich so breit in meinem Kopf,

dass ich glaubte mein Schädel zerplatzt.

 

Plötzlich wie aus dem Nichts, überkam mich ein Schluchzen und ich brach in Tränen aus.

Pure Hilflosigkeit machte sich spürbar.

 

Ich schritt ins Wohnzimmer.

Ich habe nach meinen Kindern gerufen.

 

Sie kamen herbei und Felix fragte sofort: "Was ist los, Mama?".

 

Ohne jegliche Vorwarnung,

ohne ein drumherum reden, 

ohne irgendetwas zu erklären,

sagte ich:

 

OPA ist gestorben.

 

Es war mir einfach nicht möglich, IRGENDETWAS dazu zu sagen.

Der Ausdruck in meinem Gesicht, sagte alles, ALLES das es zu sagen gab.

 

Das was dann passiert ist, an das kann ich mich nur wage erinnern.

Zu schmerzhaft war der Moment, als ich diese tiefste Traurigkeit, dieses nicht-wahrhaben-wollen,

in den Augen meiner Kinder sah.

 

Ich war wie betäubt.

Es war, als hätte mich jemand in eine Schockstarre versetzt.

 

Mein Kopf war leer.

Ich umarmte meine Kinder und weinte mit ihnen.

 

Es war, als würde eine Welt zusammen brechen.

 

UNSERE WELT

 

 

 

 

 

 

 

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