Der Maulwurf, der lernte los zulassen

 

Stell dir vor...

 

...es war dunkel und feucht, als der Maulwurf im Schutz der Dunkelheit geboren wurde.

 

Sein ganzes Leben kannte er nichts als die Finsternis, die ihn umgab.

 

Es gab keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht, keinen Rhythmus, keinen Takt.

Alles war Monoton und man könnte fast meinen, Langweilig.

 

Um sich vor dieser Langeweile zu schützen, hatten ihm seine Eltern gelernt, immer beschäftigt zu sein, immer etwas zu tun.

 

Sie meinten, dann würde die ständige Dunkelheit nicht so viel ausmachen.

 

Das ist halt so, das muss so sein, hörte er seine Eltern immer sagen.

 

Doch er hatte sie einmal heimlich belauscht!

Da sprachen sie von einem Ort

 an dem es total hell ist, wo es Blumen gab, ganz bunte, die unglaublich gut duften.

 

Eine Art Paradies, wo Bienen summen und Vögel zwitschern.

 

Ein Ort, an dem dich bunte Farben und herrliche Klänge umgeben.

 

Dieser Gedanke fühlte sich so leicht an, das auch der kleine Maulwurf da hin wollte.

 

Doch seine Eltern, waren immer sehr streng mit ihm und achteten darauf, dass er ja nie aus der Norm fiel, dass er immer schön tat was alle anderen taten.

 

Sie wollten ihn beschützen, denn sie hörten, dass dieses Licht so hell ist, dass es für die empfindlichen Maulwurfäuglein nicht gedacht war.

 

So machte er im scheinbar sicheren Maulwurftrott weiter.

 

Doch der Gedanke an diese bunte, helle Welt ließ ihn einfach nicht los.

 

Immer mehr und mehr verspürte er den Drang, nach oben ans Licht zu wollen.

 

Er fühlte sich fast wie magisch angezogen.

 

Doch immer wieder erfasste ihn die Angst, 

 

Was ist, wenn sie Recht haben?

Was ist, wenn das Licht meinen Augen schadet?

Was ist, wenn dies alles gar nicht stimmt?

 

Doch seine Sehnsucht war so groß...

 

Sobald er begann darüber nachzudenken, kamen ihm unglaublich viele DInge in den Sinn, die dagegensprachen...

 

Er hielt inne

 

blickte sich um 

 

und dachte:

 

Soll das hier wirklich alles sein?

 

Es ist feucht, es ist kalt, es ist finster...

 

Plötzlich hörte er sein Herz so laut schlagen, als ob es ihm etwas sagen wollte.

 

Er wurde ganz still und horchte ganz tief in sich hinein...

 

Seine Gedanken wanderten in die wundervolle Welt des Lichts.

 

Sein Herz fing an wie wild zu schlagen und er hörte es flüstern:

 

TRAU DICH, das ist der richtige Weg. Hab keine Angst, ich werde dich beschützen!

 

Der Mut packte ihn, er schnappte sich für den Fall des Falles seine Sonnenbrille,

 

alles andere ließ er hinter sich.

 

Los ging die Reise

 

AB INS LICHT

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